Wolf Vostell - mit diesem Namen verbinden sich Erinnerungen an künstlerische Aufbrüche in den sechziger Jahren, an Environment, Happening und Fluxus, an Dé-coll/agen und Installationen mit Fernsehgeräten, an Avantgarde und Skandal. Sein Thema ist unsere Gegenwart, unsere Wirklichkeit. Entsprechend ist sein Werk auch immer Auseinandersetzung mit den Themen, die unsere Wirklichkeit dominieren - Auto, Fernsehen, politische Umwälzungen, Chaos und Destruktion.
Weltweit machte Wolf Vostell (1932 - 1998) mit spektakulären Aktionen und Installationen, Fluxus-Konzerten und Environments von sich reden. In Paris veranstaltete er 1958, kurz nach Abschluss seines Kunststudiums, das erste Happening Europas - Objekte mit TV-Geräten und Autoteilen. Diesem sollten viele weitere folgen, so z.B. ein Konzert mit drei Düsenflugzeugen 1964 auf dem Flugplatz von Ulm, oder 1966 das Happening "Dogs and Chinese not allowed" in der New Yorker U-Bahn. Wolf Vostell sah sich als Zeitzeuge und Beobachter, immer in regem Kontakt mit anderen Vor- und Querdenkern, wie Joseph Beuys und Marcel Duchamp, um zwei besonders bekannte zu nennen. Die von ihm entwickelte Kunstform ist die "Dé-coll/age".
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